Stiftung der VR Bank unterstützt Themenwoche an der IGS Wardenburg

Begegnungen anläßlich des Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus

16. Januar 2015

v.l.n.r. Dr. Berit Pleitern, Andrea Biller, Schulleiter Gernot Schmaeck, Kuratoriumsmitglied Günter Lübben, Stiftungsvorstand Martin Spils, Diana Bothe-Schwerter

Der Tag des Gedenkens am 27. Januar erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus.

70 Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ist es nach wie vor wichtig, die Erinnerung wachzuhalten und sich für Akzeptanz in der Gesellschaft einzusetzen.

In diesem Jahr findet gemeinsam mit der IGS Am Everkamp, dem Landkreis Oldenburg, den Gemeinden Großenkneten, Hatten und Wardenburg, der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, den Kirchengemeinden und dem Präventionsrat in der Gemeinde Wardenburg ein Aktionstag am 27.01.2015 statt.

In einer Themenwoche „Irgendwie anders“ sind Projekte mit den Schülerinnen und Schülern geplant. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich nicht nur mit der Historie, sondern auch mit aktuellen Vorurteilen und Ausgrenzungen  auseinander. 

Ziel der Projekte ist es, ein Bewusstsein für das Entstehen und die Wirkung dieser Vorurteile und Ausgrenzungen zu schaffen und diesen somit präventiv zu begegnen.

Die Ergebnisse aus den Projekten werden am 27. Januar präsentiert. Dazu gehören Aufführungen der Schulband und des Schulchors, Ausstellungen und Filmvorführungen zum Thema „Ausgrenzung“, Gesprächscafés zum Thema Flüchtlinge und Rassismus, Blindenparcours, Präsentationen zum jüdischen Leben heute, Lesecafé zum Thema Mobbing, Paralympics zum Mitmachen, Audioguide über die jüdische Familie Kugelmann, Führungen mit und ohne Rollstuhl durch die Schule, künstlerische Mitmachaktionen und vieles mehr.

Die Stiftung der VR Bank Oldenburg Land West eG unterstützt  das Kooperationsprojekt der IGS "Am Everkamp" (Schule des Landkreises Oldenburg) und der Gemeinde Wardenburg mit einer Zuwendung in Höhe von 1.500 Euro.

Stiftungsvorstand Martin Spils und Kuratoriumsmitglied Günther Lübben überreichten am 16.01.2015 den symbolischen Scheck an Schulleiter Gernot Schmaeck.

Bericht über die Themenwoche vom 20.-26.01.2015 und den darauffolgenden Präsentationstag am 27.01.2015

Ein Bericht von Annika Prox und Mara Welter, beide Jahrgang 9 an der IGS Everkamp.

„Irgendwie anders“- Was ist das überhaupt und wie fühlt es sich an, selbst einmal anders zu sein?

Mit diesen Fragen startete die IGS Am Everkamp die Themenwoche zum Anlass der 70-jährigen Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz. Da die Gemeinde dieses Jahr für die jüdische Familie Kugelmann nicht „nur“ einen Kranz niederlegen wollte, veranstaltete die IGS am Ende der Themenwoche einen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Unterstützung bekam sie u.a. durch den Wardenburger Präventionsrat, den Landkreis, die Gemeinden Großenkneten und Hatten, die jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und die örtlichen Kirchen.

Die Schüler beschäftigten sich sieben Tage lang mit insgesamt 16 verschieden Themen. Eine Gruppe beschäftigte sich u.a. damit, wie es ist, körperlich behindert zu sein. Die so genannten Paralympics bauten einen Parcours in der Turnhalle auf, der dann mit Rollstühlen und Rollatoren zu überwinden war.

In der Gruppe „Unsere IGS“ war die IGS selbst Thema. Sie setzten sich mit den Vorurteilen und den Gerüchten der Schule auseinander, mit denen sie so manches mal zu kämpfen hat.

Die Dokumentationsgruppe erstellte einen Film über die gesamte Projektwoche und setzte sich mit Kamera- und Filmtechnik auseinander. Auch alle anderen Gruppen haben vieles erarbeitet und erfolgreiche Ergebnisse am Gedenktag präsentiert.

Zum Einstieg des Gedenktages hielten der Schulleiter Gernot Schmaeck sowie der Landrat Herr Harings ihre Reden über die Opfer des Nationalsozialismus und über den Gedenktag selbst. Für abwechslungsreiche Vorführungen wurde der Tag von der Projektgruppe „Chor“ begleitet, die sich dazu bereit erklärte, an verschiedenen Terminen etwas zu singen. Den ganzen Tag über hatten alle die Möglichkeit, die ganzen Projekte anzuschauen und sich über die Ergebnisse zu informieren.

Außerdem fand eine Gedenkfeier statt, an der alle Schüler, Lehrer und Gäste die Möglichkeit hatten, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Nach der Gedenkfeier war ein Spaziergang zum Kugelmannplatz geplant, um dort einen Blumenstrauß für die Familie Kugelmann niederzulegen.

Im Laufe des Tages kamen Grundschüler, Eltern und andere Gäste dazu, die freudig empfangen und herumgeführt wurden. Insgesamt verlief die Themenwoche samt des Gedenktages sehr erfolgreich und strukturiert. Es gab viele positive und gut bewertete Rückmeldungen, dass die Themenwoche mit dem Gedenktag ein gelungenes und erfolgreiches Projekt war.