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Vortrag "Die reale Seite der Krise"

von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn

Donnerstag, 12. November 2015 um 20:00 Uhr

Die Europäische Währungsunion wird nach wie vor von der andauernden Zahlungsbilanz-, Staatsschulden- und Bankenkrise belastet.

Die Krise hat zwar etwas an Intensität eingebüßt, doch deren Ursache, nämlich die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der südeuropäischen Länder, bleibt weiterhin bestehen.

Die Politiker haben überwiegend die Staatsschulden- und Bankenkrise fokussiert. Der Kern der Krise liegt aber im Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der südlichen Länder. Diese Länder kamen durch den Euro zu billigem Kredit und finanzierten damit Lohnsteigerungen, die durch die Produktivität nicht gedeckt waren. Um einzelne Euroländer vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten, sind verschiedene Rettungsmaßnahmen eingeführt worden, die unter dem Begriff "Euro-Rettungsschirm" zusammengefasst werden. Dieser Rettungsschirm führt allerdings nur zur Zementierung der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, müssen die südeuropäischen Länder abwerten und die Länder im Norden müssen inflationieren.

Die entscheidende Frage, die Hans-Werner Sinn in seinem Vortrag klärt, ist das WIE. Soll eine Abwertung intern ohne Ausstieg aus dem Euro oder extern nach Ausstieg aus dem Euro erfolgen?

Hans-Werner Sinn (geb. 07.03.1948)

Präsident des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (seit 1999)


Direktor des Center for Economic Studies (CES) der Ludwig-Maximilians-Universität München (seit 1991)

 

Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München (seit 1984)

 

Geschäftsführer der CESifo GmbH (seit 1999)